Plateauschuhe, der Name stammt aus dem französischen plateau = Hochfläche, werden in vielen, auch nicht westlichen Kulturen, schon seit mehreren Jahrhunderten getragen. So auch zum Beispiel im Venedig des 15. Jahrhunderts. In dieser Zeit wurden die wohl bekanntesten Vorgänger der heute bekannten Plateauschuhe, die so genannten Zoccoli, getragen. Aber auch im Mittelalter wurden Plateauschuhe, oder besser Plateaustiefel mit etwa 10 cm hohen Absätzen von der damaligen Damenwelt getragen. Diese mittelalterlichen Schuhe nannte man, Chopine. Leider bereitete die große Plateauhöhe dem Träger beim Laufen große Schwierigkeiten.

Danach wurden die Plateauschuhe erst wieder in den 1970er Jahren zur Mode. Mit der Eröffnung größerer Discotheken, der Etablierung der Discomusik und wegen Kultfilmen wie Saturday Night Fever, wurde die Discomode salonfähig und verbreitete sich in den 70er Jahre um die ganze Welt. Neben Glanz, Glitzer und Glamour Kleidung waren auch die Plateauschuhe ein „Must Have“.
Plateauschuhe wurden dabei in allen Farben und Formen getragen. Auch sehr viele Arten von Schuhen waren vertreten: Plateaustiefel und Plateauclogs waren genau so üblich wie Plateausandalen oder Plateausportschuhe.

Üblicher Weise hatten Plateauschuhe in den 70er Jahren eine Plateauhöhe von etwa 3 bis zu 10 Zentimetern. Dabei konnte die Plateaufläche sowohl aus einem einheitlichen Block oder mehreren Absätzen bestehen. Das Ziel der Schuhe war die optische Beinverlängerung. Während die Plateauschuhe heutzutage von weiblichen Menschen bevorzugt werden, wurden sie innerhalb des 70er Jahre Kleidungsstil von beiderlei Geschlechtern getragen.