In den 70er Jahren war der Militärische Modestil bei der Jugend sehr beliebt. Er stammte ursprünglich aus den 60er Jahren. Alser aus finanziellen und praktischen Gründen häufig getragen wurde. Die militärische Kleidung war nämlich lange haltbar und multifunktional. Sie hatte die Funktion von Schmuck und auch einen symbolischen Wert, da symbolische Accessoires wie Aufnäher, Bemalungen oder Risse, diese verzierten. Die Jugendlichen wollten in den 70ern damit ihre oppositionelle Haltung zur Gesellschaft klarstellen.

Die Bevölkerung war zu diesem Zeitpunkt, nämlich auf Grund der Erfahrung aus der Vergangenheit, gegen Hierarchie und Zwang. Demonstriert wurde dagegen durch Verfremdung und Zerstörung dieser Insignien. Durch die Bemalung von, zum Beispiel Parkas der Bundeswehr, mit Peace-Zeichen wollten die Hippies durch diesen Gegensatz ihr Ablehnung zum staatlichen Autoritarismus und Militarismus klarstellen.
Das Palästinenser-Tuch trat 1967 erstmals als modisches Accessoire in Erscheinung. Diese Tücher aus Baumwolle waren mit schwarzen oder roten Hahnentrittmuster verziert.
In diesem Jahr gewannen die Israelis nämlich den sogenannten Sech-Tage-Krieg gegen die Araber. Man erkannte an diesem Halstuch auf Anhieb wer auf der Seite der Palestinenser war. Dieser geschichtliche Hintergrund war in den 70er Jahren jedoch nur nebensächlich, da er für viele nicht wichtig war. So wurde dieses Tuch nur noch getragen um zu zeigen, dass man mit den Verhältnissen zu dieser Zeit nicht ganz einverstanden war und um den Zusammenhalt einer Gruppe zu kennzeichnen.
Die Demonstrationen der Hippies waren wichtige Momente, die den militärischen Modestil immer beliebter machten. So wurden häufig Kleidungsstücken mit Camouflage-Mustern andere Farben verwendet.. Dies hatte den Effekt, dass diese ursprüngliche Funktion der Tarnung negiert wurde und die Kleidung durch die Farben sehr auffällig war.
Die hierauf folgende Punk-Bewegung übernahm viele militärische Kleidungsstücke. So zum Beispiel die Bundeswehrhosen, die oft gefärbt waren und viele Taschen besaßen, Bundeswehrstiefel oder Arbeitsschuhe, die langen dunkelgrünen Ledermäntel der Gestapo und die Patronengürtel. Bei diesem Modestil war neben der Bedrohung, die von diesen Kleidungsstücken ausging, auch wichtig, dass sie lange haltbar und so für das Leben auf der Straße prädestiniert war.