ABBA, so lautet der Name einer der schillerndsten, erfolgreichsten und auch bekanntesten  Musikformationen der 70er, deren Melodien unvergessen bleiben und bis zum heutigen Tage, von unzähligen Fans, weltweit, mitgesungen werden. Beinahe 400 Millionen verkaufte Tonträger und eine wahrlich beachtliche Anzahl an internationalen Top 10 Platzierungen, ließen ABBA Geschichte schreiben.

Der Name der Band setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Vornamen, der aus Schweden stammenden, Mitglieder Agnetha, Björn, Benny, und Anni-Frid zusammen und ist so einfach wie genial. In dieser Zusammensetzung begann am 6.4. 1974 der kometenhafte Aufstieg der Skandinavier. Sie belegten beim, im englischen Brighton ausgetragenen, europäischen Musikwettbewerb – “Eurovision Song Contest”, den ersten Platz, mit ihrem Ohrwurm “Waterloo“.

Danach schien es allerdings wieder ruhig um das Pop-Quartett zu werden, bevor sie mehrere, international erfolgreiche, Singleauskopplungen nicht nur an die Spitzen der Charts, sondern auch in die Herzen und vor allem die Gehörgänge, der Menschen katapultierten.
Darunter zahlreiche eingängliche Musikstücke, wie z.B. Fernando, “S.O.S“, “Mamma Mia“, “Money, Money“ und vor allem: “Dancing Queen” – Ein Stück, dass für nicht wenige Menschen als Innbegriff des siebziger Jahre Disco-Pops gilt.

Ihre größten Erfolge feierten ABBA jedoch erst in den späten Siebzigern. Es gab quasi kein Land mehr, welches nicht der ABBA-Mania verfiel und auch vor ideologischen Grenzen, des kalten Krieges, machte ihr Erfolg nicht halt. Sie waren im Osten wie im Westen gleichermaßen beliebt und wurden auf zahlreichen, ausverkauften Tourneen frenetisch bejubelt. 1977 gab es ABBA dann schlussendlich auch auf Zelluloid. “ABBA – The Movie”, so der Name des Streifens, ist eine mehr oder weniger gelungene Mischung zwischen Spielfilm und Banddokumentation.

Wegen interner Differenzen ,zwischen den Bandmitgliedern, gestaltete sich die gemeinsame Arbeit zunehmend schwieriger. Sowohl in der Ehe zwischen den Bandmitgliedern Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad, als auch in der Ehe von Björn Ulvaeus und Agnetha Fältskog, kriselte es. Gegen Ende 1982 folgte dann der letzte gemeinsame Fernsehauftritt. Damit ging eine Ära zu Ende und die vier Bandmitglieder weigerten sich seit dem, jemals wieder in der alten Formation aufzutreten.

Nach dem es lange still um die Band war, gab es 1992 ein Wiedersehen mit Abba, wenn auch nur  musikalischer Art. In diesem Jahr wurde der Sampler “Abba Gold” veröffentlicht und wurde prompt zum erfolgreichsten ABBA Album überhaupt.

Um die Erfolgsgeschichte der Band abzurunden, darf eine Erwähnung des ABBA Musicals “Mamma Mia!” und eines gleichnamigen Musikfilmes, nicht fehlen. Als Akteur selbst, tritt hier allerdings keiner der ehemaligen ABBA-Mitglieder mehr in Erscheinung.