Von vielen Menschen gefeiert und teilweise verehrt war “Bob Marley”, über Generationen hinweg, das Gesicht des Reggaes. Es ist mitunter sein Verdienst, dass Reggae binnen so kurzer Zeit die Gehörgänger, aber auch die Herzen der Menschen, weit über die Landesgrenzen Jamaikas, erreichte.

Geboren wurde Marley als Sohn eines britischen Offiziers und einer dunkelhäutigen Jamaikanerin, im Februar 1945, auf Jamaika unter dem bürgerlichen Namen “Robert Nesta Marley“.

Nach seinem Schulabbruch verschlug es Marley in die Jamaikanische Hauptstadt Kingston, wo er Anfang der 60er mit seinem Freund, “Neville O’Reilly Livingston”, der später auch als Solokünstler große Erfolge feiern sollte, die Gruppe “The Wailing Wailers” gründete. So lautete der Name der Band jedenfalls ab 1964. Vorher traten die beiden unter dem Namen “Rudeboys” auf.
In ihren frühen Jahren spielten Marley und Co vor allen Dingen den schnellen Ska. Gegen Ende der 60er verlangsamte man den Beat, ließ Bestandteile anderer Musikrichtungen, in erster Linie die afro-jamaikanischen Ursprungs, mit einfließen und schon war ein neuer Musikstil geboren – Der Reggae

Marley konvertierte zu dieser Zeit vom Christentum zur Religion der “Rastafari“, deren Bezeichnung sich vom Geburtsamen, des späteren äthiopischen Kaisers Haile Selassie – Ras Tafari Makkonnen ableitet und die in den 30er Jahren auf  Jamaika entstand und ihre Wurzeln größtenteils im Christentum hat. Die Grundsätze und Erwartungen, die mit dieser Religion verbunden sind, sollten einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Musik Marleys haben.
Einige Kritiker gehen sogar soweit zu sagen, dass die meisten Texte Marleys nur zu verstehen seien, wenn man sie im Kontext zur Rastafari Religion sähe und auch deren Leitgedanken verstünde.

Marley überlebte 1976 einen Mordanschlag, den Unbekannte auf ihn und seine Frau verübten, nur knapp. Die Hintergründe des Attentats blieben ungeklärt, was zu allerlei Vermutungen führte. Eine gängige Theorie lautet dahingehend, dass der Auftrag für diesen Anschlag, vom politischen Gegner ergangen sei, nachdem Marley seine Zusage für ein Friedenskonzert gab, welches auf die Initiative einer linksgerichteten, jamaikanischen Partei zurück ging.  Die Attentäter und deren Hintermänner wurden nie gefasst, doch sollte dieser Anschlag  maßgeblich dazu beitragen, um aus dem Sänger Bob Marley, die Legende Bob Marley zu machen.

Nichts dient besser zur Legendenbildung, als ein früher Tod. Diese traurige Wahrheit gilt auch im bezug auf Bob Marley, der mit nur 36 Jahren, 1981 einem Krebsleiden erlag. Auch zwei seiner früheren Wegbegleiter und Mitglieder der Wailers, starben früh, als sie auf offener Straße ermordet wurden.