Beim Glam- oder auch Glitter Rock handelt es nicht alleine um die Bezeichnung eines musikalischen Sub-Genres, sondern viel mehr bezeichnet dieser, von Journalisten geprägte, Kunst-Misch-Begriff auch vor allem das Auftreten und die Attitüde, der Stars, bei ihren Darbietungen.
Mit schrillen, glitzernden, oft hautengen Outfits und einem gewissen Hang zur Androgynie, wurde eine Stilisierung der Interpreten herbeigeführt, die zweifelsohne nicht immer ganz ernst zu nehmen war aber von den “Stars” selbst, durchaus absichtlich, in übertriebener Form gewählt wurde, um mit dem “Star Image” zu kokettieren.

Bunt, schrill, verrückt und abgedreht – das war der “Glam Rock” der 70er

Glam Rock Stars schienen einfach ein wenig heller als ihre Sangeskollegen, auch wenn die Übergänge, zumindest was das Äußere anbelangt, hin zur eher poppigen Disco Musik, beinahe fließend sind.
Dies gilt allerdings nicht für die Musik an sich.

Der “Glam Rock” war ,beziehungsweise ist nach wie vor, sehr stark rhythmusorientiert und zeigt deutliche Einflüsse, des frühen Rock N’ Roll, der 50er, doch ohne die typischen Rockelemente zu vernachlässigen.

Einige der Bekanntesten Vertreter des “Glam Rocks”, der Siebziger, waren: Garry Glitter, Slade, T-Rex und David Bowie, dem damals mit seinem Konzeptalbum “The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars” der große Internationale Durchbruch gelang.

Bowie war damals das Paradebeispiel eines Vertreters, der androgynen Glam Rock-Fraktion, deren Männlichkeit, mittels Unmengen von Schminke, beinahe komplett aus den Gesichtern getilgt wurde und deren, teilweise homoerotisch angehauchte, Bühnenshows viel Anlass zu Spekulationen und eine Angriffsfläche für Kritik, seitens konservativer Kreise, boten.

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